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Der Glasschnitt im Barock

Die bedeutendste Veredelung der Glastechnik im 17. und 18. Jahrhundert ist der Schnitt, angeregt durch Arbeiten an Edelsteinen. Mit Hilfe eines kleinen Rades werden Ornamente, Figuren und Landschaften in die Glasoberfläche gefräst. Teilweise wurden die matt erscheinenden Bilder anschließend poliert. Die Herstellung der Glasmasse wurde immer besser, die Schnitttechnik ebenfalls. Der Ursprung der Glasveredlung ist vermutlich Prag. Als frühes Zentrum ist Nürnberg bekannt.

Mitte des 17. Jahrhunderts verbreitete sich diese Art der Glaskunst auch in andere Gebiete. Ein neues Zentrum entsteht im Riesengebirge, eine Seite böhmisch und die andere Seite schlesisch zugehörig. In Böhmen heimisch ist das Kreideglas und leider sind die einzelnen Künstler nicht bekannt. Im 18. Jahrhundert übernimmt dann Schlesien die Führung der Betriebe in der Glasschneidekunst. Sie dauert bis 1742 an, danach fällt das Land an Preußen. Es folgten Einfuhrverbote oder Beschränkungen.