Entdecken
erleben.

Entdecken Sie seltene Kunstwerke aus
Eisen und Glas wie nie zu vor.

 

Gas- und Elektrobügeleisen

Gasbügeleisen

Nachdem in den Städten die Gasversorgung Verbreitung fand, kamen ab den 1920er Jahrendie ersten Gasbügeleisen auf. Zuerst kamen gewerblich genutzte gasbetriebene Bügeleisenöfen für Flacheisen auf. Diese waren aber umständlich, teuer und die Verbrennung war meist so unvollständig, dass es stark nach Gas roch. So kamen nach und nach Bügeleisen mit direktem Gasanschluss auf den Markt.

Durch ein Gas-Luftgemisch, teilweise sogar mit Pressluft, konnte man effizienter heizen, die Temperatur besser regulieren und es war ein absolut geruchsfreies Bügeln möglich. Problematisch war die mechanische Belastung des Gasschlauches beim Bügeln. Durch Undichtigkeit konnte Gas ausströmen und die Angst vor Explosion oder Gasvergiftung dürfte der Grund dafür sein, dass man bald zum elektrischen Bügeleisen überwechselte.

Bügeleisenofen

Bügeleisenöfen dienten zum Erhitzen von Volleisen und waren von der Mitte des 19. Jhd. bis in die 20er Jahre des 20. Jhd. gebräuchlich. Durch die Bügeleisenöfen sollte das "...Bügeln frei von Schmutz und Staub und mit bis zu 50% Brandersparnis..." ermöglicht werden (Werbung der Firma August Keller, Maschinenfabrik in Prüm in der Zeitschrift "Die europäische Herrenmode", Leipzig). Die Konstruktion vieler Bügeleisenöfen ermöglichte gleichzeitig auch deren Verwendung als Koch- und Heizöfen.

Bügeleisenöfen wurden mit Kohle, Holzkohle oder Gas befeuert und hatten den Vorteil, dass man mehrere Eisen gleichzeitig erhitzen konnte und so immer das richtig temperierte Eisen zur Hand hatte, wenn das benutzte zu kalt wurde. Außerdem konnten, je nach Stelle des Ofens,unterschiedlich warme Eisen bereitgehalten werden. Diese Vorteile wurden vor allem gewerblich oder in großen Haushalten genutzt, da sich ein Bügeleisenofen nur bei einer größeren Menge an Wäsche rentierte.

Elektrobügeleisen

Schon um 1890 wurde das erste elektrisch beheizte Bügeleisen entwickelt. Die ersten Elektrobügeleisen waren noch sehr gefährlich, da die Kontakte offen und ungeschützt waren. 1926 wurde das Thermostat erfunden, das die Hitze des Eisens regulierte. Nun gab es keinen Grund mehr nicht auf die elektrischen Bügeleisen umzusteigen. Sie sind sauber, sicher und sehr praktisch.

Mit der Erfindung des 'denkenden' Bügeleisens der Fa. Grossag 1929 (Spencer- Automat), welches sich mittels eines Bimetallstreifens selbständig ein und ausschaltete, war das gefahrlose Bügelnmöglich. Allerdings nur bei einer konstanten Temperatur, die ab Werk eingestellt war. Erst später wurde es dann möglich, verschiedene Temperaturen am Gerät einzustellen, sodass alle Stoffe schonend gebügelt werden konnten.